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Ausstellung - Konstanz: "SELBST.BILD/FREMD.BILD" Eine Ausstellung von Diana Lukas

Diana Lukas beschäftigt sich in ihrer Malerei mit dem Thema der Maske als Symbol gesellschaftlicher Rollen und Identität. In nächtlichen Szenerien wie Clubs und Bars inszeniert sie Orte intensiver Selbst- und Fremdwahrnehmung, geprägt von subtilen Lichtspielen, farblichen Kontrasten und haptischen Oberflächen. Ihre Werke führen die Betrachtenden in ein sinnliches Wechselspiel aus Maskerade, Blick und Selbsterkenntnis.

Ein weiterer Text wurde von der Kunsthistorikerin Dr. Tanja Klemm erfasst: 

"Diana Lukas legt in ihrer Malerei das Augenmerk auf ein Verständnis von Maske, das uns heute nicht mehr unbedingt geläufig ist. Was wir heute Maske nennen, bezeichneten die Autoren der römischen Antike mit dem Wort persona: Persona war die Maske des Schauspielers, und sie verkörperte die gesellschaftlichen Rollen, die wir spielen. Erst später, in der frühen Neuzeit, wurde sie zur Hülle, die das wahre, eigentliche Gesicht verbirgt, sie wurde zur Metapher für das Spiel des Lebens, und an dem Personenbegriff entzündeten sich Theorien des Subjekts und der Identität. Die Schauplätze, die Diana Lukas für dieses Feld des Maskenhaften erschafft, sind nächtliche Orte. Die Titel ihrer Arbeiten, wie Maskenball, oder Einsam in der Menge, verwandeln die Diskotheken, Clubs und Bars in Metaphern, in gesellschaftliche Bühnen des intensivierten Blicks, der Selbst- und Fremdwahrnehmung, der Einsamkeit und der gemeinsamen Ekstase. Subtil zieht ihre Malerei die Betrachter*innen in ihre sinnlichen Bildfindungen hinein: durch Perspektivwechsel, differenzierte Licht- und Schattenregien, kompositorische Verdichtungen und Auflockerungen, durch die teilweise fast unmerklichen Wechsel von farblichen Kalt- und Warmkontrasten; der Blick tastet über haptische Stoffe, gleitet zerfließende Farbmaterie entlang. Und er stößt in den Bildräumen, wie beispielsweise in Nirgendwo  immer wieder auf Masken: auf clowneske, fratzenhafte, totenkopfähnliche. So lange, bis er sie überall sieht, in jeder verschatteten oder umrauchten Augenhöhle. Das sinnliche Spiel stockt, der Blick wird auf sich selbst zurückgeworfen, bevor er erneut entlang der malerischen Dynamiken in Bewegung gerät, neue Nuancen entdeckt, Masken und Gesichter übereinander lagert und in Beziehung zueinander setzt – und sich vielleicht selbst als Teils des Spiels aus Blicken fühlt."

KURZBIOGRAFIE: 

Diana Lukas, geboren am 3. Dezember 1973 in Rumänien, ist Grafikdesignerin, freischaffende Künstlerin und Dozentin. Ihr Studium des Kommunikationsdesigns absolvierte sie an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt, Fakultät Gestaltung, und schloss dieses mit dem Bachelor of Arts ab. Seit 2019 ist sie Geschäftsführerin und künstlerische Leiterin die Freie Kunstakademie gGmbH Überlingen, an der sie  Malerei und Zeichnung unterrichtet.

Maskenball (© Diana Lukas)
(© Diana Lukas)
(© Diana Lukas)
(© Diana Lukas)
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