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Eva Illouz: What's new about the new antisemitism?

Auch im Sommersemester setzt die Online-Reihe „The Middle East Conflict and Antisemitism" ihr Programm fort – mit fundierten Expert:innengesprächen zu Israel, zum Nahostkonflikt und zum Antisemitismus, der seit dem 7. Oktober weltweit stark angestiegen ist. Die Online-Veranstaltung findet in englischer Sprache statt, Anmeldung bitte über den Registrierungslink unten.

Prof. Dr. Eva Illouz (École des Hautes Études en Sciences Sociales, Paris) im Gespräch mit em. Prof. Dr. Mitchell G. Ash (President, Israel Studies Center Vienna) und em. Prof. Dr. Wolfgang Seibel (Department of Politics and Public Administration, Universität Konstanz)

Im Gespräch mit Mitchell G. Ash und Wolfgang Seibel untersucht die Soziologin Eva Illouz (EHESS Paris), was am „neuen Antisemitismus" neu ist, und fragt, warum gerade Teile der globalen progressiven Linken auf die Angriffe des 7. Oktober mit Relativierung statt mit Mitgefühl reagiert haben. Dabei verbindet sie ihre Forschung zu Emotionen, Kultur und Kapitalismus mit einer Analyse der Gegenwart: Wo verläuft die Grenze zwischen legitimer Kritik an israelischer Politik und Antisemitismus? Welche Rolle spielen postkoloniale Deutungsmuster, akademische Institutionen und die mediale Ökonomie des Leids? Und wie prägen Emotionen wie Schuld, moralische Empörung und Opferrolle die Verbreitung antisemitischer Ideen — selbst bei Menschen, die einen solchen Vorwurf entschieden von sich weisen würden?

Ausgehend von ihren eigenen Erfahrungen zwischen widersprüchlichen politischen Zuschreibungen geht Illouz auch der Frage nach, was an der gegenwärtigen Welle so beispiellos sein könnte, dass klassische Theorien an ihre Grenzen stoßen — und wie dem neuen Antisemitismus wirksam begegnet werden kann.

Eva Illouz gehört zu den renommiertesten Soziologinnen Israels und forscht zu Emotionen, Kapitalismus und moderner Kultur. In ihrem aktuellen Buch Der 8. Oktober. Über die Ursprünge des neuen Antisemitismus geht sie der Frage nach, wie der Hamas-Angriff in weiten Teilen der westlichen Öffentlichkeit nicht mit Mitgefühl, sondern mit Rechtfertigung aufgenommen wurde. Ihre Analyse bietet die Grundlage des moderierten Online-Gespräches.

Registrierungslink: https://uni-konstanz-de.zoom.us/webinar/register/WN_7cFU1hs8TkuKf-OpJHordA
Die Veranstaltung findet hybrid statt (in Präsenz an der Universität Konstanz, A 704)

Die Veranstaltungsreihe ist eine Kooperation von Thomas Hinz und Petra Quintini (Universität Konstanz), der Stadt Konstanz, des FKT e.V., des Exzellenzclusters „The Politics of Inequality“ und der VHS Landkreis Konstanz e.V.

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